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Unterschied Frizzante vs. Spumante: Was Du wirklich wissen musst

Unterschied Frizzante vs. Spumante: Was Du wirklich wissen musst

Inhaltsverzeichnis

Kurz erklärt: Frizzante und Spumante

Vielleicht kennst Du das: Du stehst vor dem Weinregal oder scrollst durch einen Online Shop und suchst etwas Prickelndes für den Abend. Zur Auswahl stehen Prosecco, Sekt, Champagner, Crémant oder vielleicht sogar ein Rosé mit feiner Perlage. Und plötzlich tauchen auf manchen Flaschen die Begriffe Frizzante oder Spumante auf. Spätestens dann stellt sich die Frage: Was bedeutet das eigentlich genau?

Denn anders als viele denken, beschreiben Frizzante und Spumante keine eigene Weinsorte. Die Begriffe sagen vielmehr etwas darüber aus, wie stark ein Wein perlt. Besonders häufig findest Du diese Einteilung bei italienischem Schaum und Perlweinen wie Prosecco, egal ob in Weiß oder Rosé.

Genau da liegt der Kern: Frizzante ist ein leicht perlender Perlwein, Spumante ein vollwertiger Schaumwein mit deutlich mehr Kohlensäure. Und der Unterschied ist nicht nur spürbar im Glas, er ist sogar gesetzlich definiert, nämlich über den Druck in der Flasche. Jetzt geht es erstmal technisch los. Wird aber gleich richtig lecker.

Das Prickeln macht den Unterschied

Das entscheidende Kriterium zwischen Frizzante und Spumante ist der Kohlensäuredruck, gemessen in Bar bei 20 °C. Diese Zahl bestimmt so ziemlich alles: Geschmack, Mundgefühl, Verschlussart und sogar den Preis.

Frizzante (Perlwein) Spumante (Schaumwein)
Druck 1 bis max. 2,5 bar Mindestens 3 bar, oft 5 bis 6 bar
Perlage Dezent, fein, verflüchtigt sich schneller Intensiv, langanhaltend
Verschluss Einfacher Korken, Schraubverschluss oder Kronenkorken Pilzförmiger Naturkorken mit Drahtkorb (Agraffe)

So erkennst Du den Unterschied an der Flasche

Im Glas merkst Du den Unterschied sofort. Frizzante perlt zurückhaltend, fast zärtlich. Spumante dagegen bringt dieses volle, cremige Mousseaux mit, dass Du von einem klassischen Sekt kennst. Frizzante prickelt sanft, Spumante schäumt.

So einfach ist das: Der Flaschendruck entscheidet über die Kategorie.

Du stehst im Laden oder scrollst durch einen Online Shop und fragst Dich: Frizzante oder Spumante? Zum Glück verrät die Flasche selbst schon eine Menge. Der einfachste Trick: Schau auf den Verschluss. Hat die Flasche einen Drahtkorb um den Korken, umwickelt von einer Folie? Dann hältst Du mit großer Wahrscheinlichkeit einen Spumante in der Hand. Frizzante kommt dagegen oft mit einem schlichten Korken daher, manchmal sogar mit einer handgebundenen Kordel, dem sogenannten "Spago". Das hat nichts mit mangelnder Qualität zu tun, sondern schlicht damit, dass der geringere Druck keinen aufwändigen Verschluss braucht.

Natürlich steht auf dem Etikett auch fast immer "Frizzante" oder "Spumante" drauf. Lohnt sich, mal genauer hinzuschauen. Hier wird es richtig interessant, denn die Kohlensäure beeinflusst nicht nur das Prickeln, sondern den gesamten Charakter des Weins.

Geschmack und Mundgefühl

Ein Frizzante fühlt sich leichter an. Luftiger. Die Kohlensäure kitzelt sanft auf der Zunge und macht ihn zum perfekten Begleiter, wenn Du etwas Frisches willst, das nicht zu dominant ist. Er passt sich an, statt sich in den Vordergrund zu drängen.

Spumante bringt dagegen mehr Struktur mit. Die feineren und zahlreicheren Bläschen transportieren die Aromen intensiver an den Gaumen. Dadurch wirkt das Mundgefühl voller und cremiger. Wer an einem warmen Abend anstoßen und dieses befriedigende "Pfffft" beim Öffnen hören will, greift zum Spumante.

Was die Geschmacksrichtungen betrifft: Die gängigste Variante ist "Extra Dry" mit 12 bis 17 Gramm Restzucker pro Liter, gefolgt von "Brut" mit unter 12 Gramm. Beides gibt es als Frizzante und als Spumante. Ehrlich gesagt werden viele Prosecco Varianten insgesamt etwas restsüßer hergestellt als etwa Champagner oder Cava, was ihnen diesen zugänglichen, fruchtigen Charakter verleiht.

Jetzt kommt ein Detail, das viele überrascht.

Warum Frizzante oft günstiger ist

In Deutschland unterliegt Spumante als Schaumwein der Schaumweinsteuer, das sind rund 1,02 Euro pro Flasche. Frizzante? Ist als Perlwein davon befreit. Das allein erklärt schon einen ordentlichen Teil des Preisunterschieds im Regal. Dazu kommt: Die zweite Gärung dauert beim Spumante länger, etwa anderthalb Monate im Vergleich zu rund einem Monat beim Frizzante. Mehr Produktionszeit, aufwändigerer Verschluss, Steuer obendrauf. Das summiert sich.

Aber heißt das, Frizzante ist weniger wert? Überhaupt nicht. Manchmal ist das dezentere Prickeln genau das Richtige.

Und wo kommt Prosecco ins Spiel?

Prosecco ist weder eine Rebsorte noch ein Synonym für Spumante. Seit 2009 ist Prosecco eine geschützte Herkunftsbezeichnung (DOC bzw. DOCG) aus Venetien und Friaul Julisch Venetien in Norditalien. Das Herzstück liegt zwischen Conegliano und Valdobbiadene in der Provinz Treviso. Die Traubensorte heißt Glera und muss mindestens 85 % des Weins ausmachen. Hergestellt wird Prosecco überwiegend nach der Tankgärungsmethode (Charmat oder Martinotti Methode), bei der die zweite Gärung in großen Drucktanks stattfindet. Das verleiht ihm seinen frischen, fruchtbetonten Stil.

Und jetzt der Clou: Prosecco gibt es sowohl als Frizzante als auch als Spumante. Sogar als Stillwein, den sogenannten "Tranquillo", ganz ohne Kohlensäure, wobei diese Variante außerhalb Italiens kaum zu finden ist. Bei Prosecco DOC muss die Kohlensäure immer aus der natürlichen Gärung stammen. Künstlich zugesetzte Kohlensäure ist bei echtem Prosecco nicht erlaubt. Bei anderen Frizzante Produkten ohne Prosecco Herkunftsbezeichnung kann die Kohlensäure allerdings durchaus künstlich zugesetzt werden. Unser L´Osteria Prosecco: erhält mit einer zweiten Gärung seine Kohlensäure.

Welcher passt zu welchem Anlass?

Gibt es eine feste Regel? Nicht wirklich. Aber es gibt einige Orientierungspunkte.

Frizzante ist Dein Begleiter für entspannte Momente. Ein Aperitivo auf der Terrasse, ein lockeres Abendessen mit Freunden, ein leichter Sommertag. Sein dezentes Prickeln passt wunderbar zu Antipasti, leichten Salaten oder einfach solo als Einstieg in den Abend.

Spumante bringt mehr Festlichkeit mit. Geburtstage, Jubiläen, Silvester, oder einfach der Moment, in dem Du findest, dass heute ein guter Tag zum Anstoßen ist. Das intensivere Prickeln und die vollere Struktur machen ihn auch zum starken Partner für aromatischere Gerichte. Naturalmente gilt: Trink, was Dir schmeckt. Es gibt keine Genusspolizei.

Unsere Empfehlungen aus dem L'Osteria Shop

Du willst nicht nur Theorie lesen, sondern direkt loslegen? Dann haben wir genau das Richtige für Dich. Für alle, die es festlich und prickelnd mögen: Unser Valdo Prosecco Spumante | alc. 11% bringt aromatische Frische und feine Perlage mit. Fruchtig, einladend und perfekt zum Anstoßen.

Und wenn Du eher Lust auf sanftes Prickeln hast, schau Dir unseren Bianco Frizzante an. Zart perlend, frisch im Geschmack und ideal als Aperitivo oder einfach so, weil der Abend danach ruft.

Beide Flaschen kommen direkt zu Dir nach Hause.

Cin cin!

Quellen:

  1. Unterschied: Spumante, Frizzante und Prosecco
  2. Prosecco Spumante und Frizzante: Wo liegt der Unterschied?
  3. Prosecco Spumante und Frizzante: Was ist der Unterschied?
  4. Prosecco Frizzante und Prosecco Spumante: das ist der Unterschied!
  5. Spumante - Wikipedia
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